Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Risikogebiet und Reisewarnung?

Bei unserer Recherche für unseren letzten Blogartikel haben wir uns selbst diese Frage gestellt. Denn gerade jetzt in den Herbstferien möchte man doch sicher verreisen und gleichzeitig durch seinen Urlaub nicht unwissentlich sich und andere auch noch unnötig gefährden, oder?!

 

Was bedeutet es also für uns, wenn ein Land oder eine Region als Risikogebiet eingestuft wurde und was genau ist eine Reisewarnung?

 

Risikogebiete haben grundsätzlich ein erhöhtes Risiko sich dort mit dem Coronavirus zu infizieren. Das kann zum einen natürlich durch erhöhte Fallzahlen begründet sein, aber auch, wenn es zu wenige Testkapazitäten oder nicht ausreichende Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in diesen Gebieten oder es keine ausreichende Informationen gibt. Wichtig für alle Reisende ist hier auf jeden Fall: Bei der Rückkehr aus einem Risikogebiet nach Deutschland besteht eine Corona-Testpflicht. Denn sollte man kein negatives Testergebnis vorweisen können, besteht Quarantänepflicht. Die Entscheidung, welches Land oder Region Risikogebiet gebiet wird, trifft das Robert-Koch-Institut in Absprache mit dem Auswärtigen Amt oder dem Gesundheitsministerium.

 

Reisewarnungen werden hingegen ausschließlich vom Auswärtigen Amt ausgesprochen. Die Entscheidung über solche Warnungen wird in Zusammenarbeit mit den lokalen Auslandsvertretungen getroffen. Vor der Corona-Pandemie bezog sich dies hauptsächlich auf politische und kriegsbedingte Unruhen, Naturkatastrophen und Gefahren durch Terrorismus. Eine Vorstufe zu einer Reisewarnung ist ein Sicherheitshinweis, der z. B. auf ein erhöhtes Risiko von Überfällen auf Touristen warnt. Kommt das Auswärtige Amt jedoch zu dem Entschluss, dass Deutschen im Ausland eine konkrete Gefahr für Leib und Seele droht, dann wird eine Reisewarnung verhängt. Dies ist kein Reiseverbot, jedoch ein sehr dringender Appell, nicht zu reisen. Daher ist hier für alle Urlauber auch wichtig, dass bei einer solchen Warnung Pauschalreisen kostenfrei storniert werden können, was bei einer Einstufung als Risikogebiet nicht unbedingt der Fall sein muss.  

Und wer sich da abschließend noch mal ausführlich über sein Reiseland informieren möchte, hat dazu die Möglichkeit, dies beim Robert-Koch-Institut oder beim Auswärtigen Amt tun.